Quadrifoglio Group entwickelt und produziert seit mehr als 25 Jahren Einrichtungslösungen für moderne Arbeits- und Contract-Umgebungen. Das Unternehmen verbindet dabei eine breite Produkt- und Variantenvielfalt mit den Anforderungen einer effizienten industriellen Fertigung.
Im Büromöbelsektor treffen zwei Anforderungen unmittelbar aufeinander: Kunden erwarten eine große Auswahl und individuelle Lösungen, gleichzeitig benötigt die Produktion möglichst standardisierte und stabile Abläufe.
Quadrifoglio wollte deshalb den gesamten Materialfluss robuster und flexibler gestalten – von der Beschaffung der Rohmaterialien über interne Produktion und Fremdfertigung bis zur Auslieferung.
Materialengpässe und kurzfristige Änderungen von Kundenanforderungen konnten zwar operativ gelöst werden, führten jedoch zu erheblichem Abstimmungsaufwand entlang der internen und externen Supply Chain. Dringende Rückfragen an Lieferanten und Subunternehmer, aufwendige Maschinenumrüstungen sowie kurzfristige Anpassungen belasteten Produktion, Logistik und Planung.
Die zentrale Herausforderung lautete deshalb: schneller auf Veränderungen reagieren, ohne die Stabilität des Produktionsplans zu gefährden.
Quadrifoglio wollte kritische Situationen früher erkennen und Materialverfügbarkeit, Kapazitäten und Kundenprioritäten in einer gemeinsamen Planung zusammenführen.
Quadrifoglio implementierte Resource & Supply Planning, um Produktions- und Versorgungsplanung auf einer gemeinsamen Grundlage zu verbinden.
Das Projekt beschränkte sich dabei nicht auf die Einführung einer Software. Gemeinsam mit dem Projektpartner wurden auch die bestehenden Planungsprozesse analysiert und neu strukturiert.
Zwei Grundprinzipien standen dabei im Mittelpunkt:
Zusätzlich wurden unternehmensweit einheitliche Regeln zur Priorisierung von Bedarfen definiert. So entsteht eine gemeinsame Entscheidungslogik für Kundenaufträge, Materialbedarfe und Produktionsvorschläge.
Die Zusammenarbeit startete 2018 und wurde anschließend schrittweise erweitert.
2018–2019:
Ab 2020:
Ein algorithmischer Planungsansatz unterstützt die Terminierung von Bedarfen und die dynamische Zuordnung verfügbarer Materialien.
Automatisierte Analysen helfen Planern dabei, ihre Aufmerksamkeit gezielt auf Kundenaufträge zu richten, bei denen Liefertermin oder Materialverfügbarkeit kritisch werden. Dadurch sinkt auch der Aufwand für die Auftragsbestätigung.
Ergänzend unterstützen Dashboards unterschiedliche operative Entscheidungen:
Die Verbindung von Materialanalyse, Kapazitätsplanung und einheitlichen Priorisierungsregeln führte bei Quadrifoglio zu messbaren Verbesserungen.
−29,2 %
durchschnittliche Verspätung bei der Erfüllung von Kundenaufträgen
−15 h/Woche
Aufwand zur Identifikation kritischer Material- und Kapazitätssituationen
Die frühzeitige Erkennung fehlender Materialien gibt Einkauf und Produktionsplanung mehr Zeit, Probleme zu lösen, bevor sie den Kundenauftrag gefährden.
Die eingesparte Analysezeit kann stattdessen für die eigentliche Lösung kritischer Situationen genutzt werden. Gleichzeitig konnten weitere operative Kosten reduziert werden:
Für Quadrifoglio bedeutet die neue Planungslogik vor allem einen Wechsel von reaktiver Problemlösung hin zu früherer Transparenz.
Statt Materialengpässe oder Kapazitätsprobleme erst dann zu bearbeiten, wenn sie bereits Produktion oder Liefertermin gefährden, können kritische Aufträge gezielt identifiziert und priorisiert werden.
Damit verbindet Quadrifoglio Kundenbedarf, Materialverfügbarkeit und Produktionskapazität auf einer gemeinsamen Planungsbasis – und schafft mehr Stabilität, ohne die notwendige Flexibilität gegenüber Kundenanforderungen zu verlieren.