In der Pharmaindustrie ist Agilität kein „Nice-to-have“. Wenn Nachfrage schwankt, Lieferzeiten sich ändern oder Prioritäten neu gesetzt werden müssen, entscheidet eine belastbare Planung darüber, ob Verfügbarkeit und Servicelevel stabil bleiben.
Sothema wollte die eigene Supply-Chain-Planung deshalb so aufstellen, dass Entscheidungen schneller getroffen werden können – mit einer gemeinsamen Datenbasis über Bereiche hinweg und der Möglichkeit, Szenarien strukturiert zu bewerten.
Im Fokus stand ein integrierter Planungsansatz: Statt direkt mit Feinplanung (APS) zu starten, hat Sothema zuerst die mittel- und langfristige Planung gestärkt und damit die Grundlage für ein wirksames S&OP gelegt.
Dafür wurde eine digitale Planungsplattform eingeführt, die Daten aus verschiedenen Systemen zusammenführt, Planungslogik abbildet und Szenarien vergleichbar macht. So entsteht ein durchgängiger Blick auf Bedarf, Kapazitäten, Bestände und Auswirkungen von Änderungen – bevor daraus operative Hektik wird.
Ein zentraler Effekt: Agilität entsteht nicht durch „schnelleres Umplanen“ allein, sondern durch klarere Entscheidungswege und belastbare Szenarien, die im Alltag funktionieren.
Sothema zeigt, wie Agilität zu einem strategischen Hebel wird, wenn Planung als Entscheidungsprozess verstanden wird – nicht als statischer Plan. Mit integriertem S&OP und Szenarioarbeit lassen sich Schwankungen besser abfedern, Prioritäten nachvollziehbar setzen und Entscheidungen beschleunigen, ohne dass Agilität zur Improvisation wird.