Corse Composites Aéronautiques (CCA) ist auf die Entwicklung und Fertigung komplexer Verbundbauteile für die Luftfahrtindustrie spezialisiert. Dazu gehören unter anderem Fahrwerksklappen, Strukturbauteile für Tragflächen und Rumpf sowie Komponenten für Triebwerksgondeln.
Durch diese Produktspezialisierung verbindet CCA technisches Know-how mit anspruchsvollen Produktionsprozessen. Das Unternehmen arbeitet im Rahmen von Design-&-Build-Projekten und hat sich als Tier-1-Partner führender Flugzeughersteller positioniert.
CCA fertigt rund 11.000 Referenzen pro Jahr, darunter etwa 200 Endprodukte. Die Produktion verteilt sich auf ein Kompetenzzentrum für Verbundwerkstoffe in Ajaccio und einen Produktionsstandort in Tunis. Ergänzt wird die eigene Fertigung durch ein Netzwerk regionaler Zulieferer.
Im Rahmen seiner digitalen Transformation wollte CCA die Planung von Supply Chain und Produktion grundlegend vereinheitlichen. Unterschiedliche Werkzeuge und Datenquellen führten zu zusätzlichem Aufwand, redundanten Informationen und erschwerten den Austausch zwischen den beteiligten Teams.
Insbesondere die parallele Nutzung von Excel, SAP und weiteren Anwendungen machte es schwierig, S&OP und Master Production Scheduling (MPS) auf einer gemeinsamen Datenbasis zu steuern.
CCA wollte deshalb Planungsdaten, Kapazitäten und Bedarfe in einer gemeinsamen Umgebung zusammenführen und damit mehrere zentrale Herausforderungen adressieren:
CCA entschied sich für sedApta Resource & Supply Planning, um Ressourcen- und Versorgungsplanung über unterschiedliche Zeithorizonte hinweg auf einer gemeinsamen Datenbasis zu organisieren.
Die Lösung unterstützt CCA dabei, interne und externe Ressourcen frühzeitig gegen zukünftige Bedarfe zu prüfen. Dabei werden sowohl die eigenen Standorte als auch externe Partner im Zuliefernetzwerk berücksichtigt.
Im Projekt wurden unter anderem folgende Planungsfunktionen umgesetzt:
Für den S&OP-Prozess arbeitet CCA mit einem Planungshorizont von bis zu fünf Jahren auf monatlicher Basis. Mehrere Anwender können dabei gleichzeitig mit denselben Daten arbeiten und unterschiedliche Analysen durchführen.
Der MPS-Prozess arbeitet auf einem kürzeren, operativeren Horizont mit wöchentlichen Intervallen. Zusätzlich ermöglicht die Lösung eine detaillierte Betrachtung von Produktionsaufträgen und Arbeitsgängen, um insbesondere die Belastung der verfügbaren Personalressourcen frühzeitig zu bewerten.
Für beide Prozesse werden Bedarfe automatisiert den definierten Personen, Ressourcen und Makro-Arbeitsplänen zugeordnet. Dadurch können Nachfrage, Kapazität und Ressourcenbedarf über unterschiedliche Planungsebenen hinweg miteinander verbunden werden.
Für CCA bedeutet die gemeinsame Planungsumgebung vor allem, dass S&OP, Ressourcenplanung und MPS nicht mehr als getrennte Prozesse betrachtet werden. Nachfrageänderungen können früher auf ihre Auswirkungen auf Personal, Kapazitäten, Bestände und Produktion geprüft werden.